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Wussten Sie was uns ausmacht? Wie wir denken und handeln?

Entdecken Sie folgende interessante Einblicke:


  • Der "freie Wille" die Fähigkeit, sich zu entscheiden, etwas nicht zu tun - neurobiologisch gesehen. Wir Menschen verdanken diese Wahlfreiheit dem Frontallappen in unserem Großhirn, in dem wir handeln und fühlen, ohne zu handeln ("imaginäres Handeln"). So führen wir unsere Emotionen, schützen uns vor inneren und äußeren Attacken oder auch vor Reizüberflutung. (Quelle: Mark Solms/Oliver Turnbull, Das Gehirn und die innere Welt, 2009).

 

  • Extremes Abweichen von Selbstgefühl und Selbstwert wirkt sich auf die Dauer schlecht auf die Gesundheit aus. Sich selbst unbewusst minderwertig zu fühlen und gleichzeitig zu denken, man wäre der absolute Könner, ist die ungünstigste Variante der Selbstwahrnehmung. Der Mensch tut sich selbst den größten Gefallen, wenn Selbstwert und Selbstgefühl einander entsprechen ("Konsistenz"), sogar dann, wenn sich beides gerade auf niedrigem Niveau befindet.
    (Quelle: Robinson, Vargas & Crawford, 2003)

 

  • Lernen hat mit der Fähigkeit zu tun, sich selbst beruhigen zu können. Kinder, die sich entscheiden können, auf eine Belohnung zu warten, können ihr Leben erfolgreicher gestalten als solche, welche die Belohnung sofort haben wollten.
    (Quelle: Marshmallow-Test, Walter Mischel, 1960)

 

  • Lernen – also sich verändern – benötigt wichtige Komponenten: ausreichend Aufmerksamkeit, die Ansprache möglichst vieler Sinneskanäle, unmittelbares Feedback, ausreichende Wiederholungen. Die Lernleistung wird durch positive Emotionen und Belohnungen unterstützt. Das Gelernte besitzt persönliche Bedeutung und ist anwendbar. Der Lernstoff ist einerseits neu genug und lässt sich andererseits gut an bereits vorhandenes Wissen anknüpfen. Es herrscht weder Überreizung noch Druck.
    (Quelle: Gerald Hüther, Embodiment – Wechselwirkungen von Körper und Psyche verstehen und nutzen, 2006) Und: Erfahrenes immer wieder zu reflektieren und zusammenzufassen klärt die Gedanken und setzt Energie für neue Bewegungen frei.

 

  • Leiden hat seinen Sinn, auch wenn sich das sarkastisch anhören mag. Der Hirnforscher Gerald Hüther schreibt, dass "unser Leiden nichts anderes bedeutet, als dass wir in der Lage sind zu spüren, wie sehr unser derzeitiger Zustand von unserem ursprünglichen Zustand abweicht. Dann käme die Sehnsucht nach Glück aus einer Ahnung, die in Wirklichkeit tief in unserem Körper – und deshalb auch tief in unserem Gehirn – verankert ist."
    (Quelle: Gerald Hüther, Embodiment)